Kleine Anfrage 792 – Wie will die Landesregierung die Situation von Familien mit Kindern in der ZUE Oerlinghausen verbessern?

Familien mit minderjährigen Kindern werden häufig als besonders vulnerable Geflüchtetengruppe angesehen. Bei einer Besichtigung der Zentralen Unterbringungseinrichtung des Landes für Geflüchtete (ZUE) in Oerlinghausen am 01.Februar 2018 wurde den Fragestellern seitens der Bezirksregierung Detmold von einer dreistelligen Zahl minderjähriger Kinder in der Einrichtung berichtet. Kinder im schulpflichtigen Alter haben während ihres mehrmonatigen Aufenthalts lediglich die Möglichkeit an einem notdürftigen Unterrichtsangebot teilzuhaben, das lediglich 1,5 Stunden täglich und die Unterrichtsthemen Deutsch und Integration umfasst.

Vor diesem Hintergrund fragen wir die Landesregierung:

  1. 1. Wie hat sich der Anteil an Familien mit minderjährigen Kindern an der Belegung in der ZUE Oerlinghausen im Zeitverlauf ihres Bestehens entwickelt? (Bitte in monatlichen Intervallen aufschlüsseln.)
  2. Wie hat sich die Anzahl minderjähriger Kinder in der ZUE Oerlinghausen entwickelt? (Bitte in monatlichen Intervallen und absoluten Zahlen nach Kindern in Kleinkind-, Kindergarten- und schulpflichtigen Alter aufschlüsseln.)
  3. Wie lange betragen die durchschnittliche und die höchste Verweildauer von Familien mit minderjährigen Kindern in der ZUE Oerlinghausen? (Bitte nach den hauptbetroffenen Herkunftsländern differenzieren).
  4. Wie plant die Landesregierung eine bessere Beschulung (regulärer Fächerkanon) und Betreuung der Kinder und Jugendlichen sicherzustellen?
  5. Inwieweit sieht es die Landesregierung als bewährte Form an, Familien mit minderjährigen Kindern gemeinsam mit anderen Geflüchtetengruppen in ZUEs zu zentralisieren?

Jürgen Berghahn
Dr. Dennis Maelzer
Ellen Stock

Antwort Kleine Anfrage 792