Zusätzlich 4,75 Millionen Euro für die Digitalisierung der Schulen in Lippe

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Ein Großteil der Gelder steht zur Verfügung, um Schülerinnen und Schüler mit Laptops & Co. auszustatten. Der lippische SPD-Landtagsabgeordnete Jürgen Berghahn fordert eine schnelle Verteilung der Mittel an die Träger.

Kreis Lippe. Rund eine Milliarde Euro investiert das Land NRW in die Digitalisierung seiner Schulen. Nun gibt es nochmal Gelder oben drauf: Rund 4,75 Millionen Euro zusätzlich stehen den Städten und Gemeinden sowie den anderen Schulträgern im Kreis Lippe zur Verfügung, um ihre Schülerinnen und Schüler bzw. ihre Lernenden kurzfristig mit Laptops, PCs & Co. auszustatten sowie die Voraussetzungen für das Digitale Lernen zu schaffen. Auch Lemgo, Barntrup, Dörentrup, Kalletal, Extertal, Blomberg und Lügde profitieren davon. „Diese Gelder müssen jetzt schnell den Schulträgern zur Verfügung gestellt werden“, erklärt der lippische SPD-Landtagsabgeordnete Jürgen Berghahn.

„Wie wichtig moderne Endgeräte für Kinder und Jugendliche beispielsweise für Schulaufgaben oder digitalen Unterricht sind, ist durch das Homeschooling in der Corona-Krise mehr als deutlich geworden“, sagt Berghahn. Dabei sollten Laptops & Co. von den Trägern angeschafft und den Schülerinnen und Schülern als Leihgeräte zur Verfügung gestellt werden.

Die rund 4,75 Millionen Euro, die nach Lippe fließen, stammen zum Großteil aus dem Digitalpakt Schule des Bundes. Durch den zweiten Nachtragshaushalt des Bundes wird den Ländern insgesamt eine Milliarde Euro mehr für den Digitalpakt Schule bereitgestellt. NRW erhält davon insgesamt rund 210 Millionen Euro zusätzlich. „Die Hälfte der Mittel sind für die digitale Sofortausstattung der Schulen vorgesehen. Das ist bereits Mitte Mai so verabredet worden“, sagt der Abgeordnete Jürgen Berghahn aus der Stadt Blomberg, der rund 154.000 Euro zur Verfügung gestellt werden soll. Hinzu kommen weitere Gelder, die andere Schulträger wie etwa das Evangelische Johanneswerk für das Fachseminar für Altenpflege oder die Pestalozzischule erhalten sollen. „Das Land wird diese Mittel um 55 Millionen Euro aufstocken. Damit stehen insgesamt 160 Millionen Euro nur für die digitale Ausstattung zur Verfügung“, ergänzt Berghahn. „Weitere 105 Millionen Euro, die anteilig den Schulträgern in NRW zur Verfügung gestellt werden, können auch für andere Dinge im Bereich Digitalisierung genutzt werden. Beispielsweise für  den Aufbau eines WLAN oder für Whiteboards“, sagt Berghahn.

Die SPD-Fraktion im Landtag NRW fordert, die Sommerferien dafür zu nutzen, an den Schulen für die nötige Ausstattung zu sorgen. Um kurzfristig handlungsfähig zu sein, sollte die Landesregierung dazu als Blaupause auf die bisherigen Landesrichtlinien zum Digitalpakt zurückgreifen. „Die SPD hat die Mittel auf Bundesebene in Rekordzeit bereitgestellt. Jetzt ist die Landesregierung mit der Umsetzung am Zuge“, erklärt Berghahn. „Die Schülerinnen und Schüler brauchen schnell die Möglichkeit zum Digitalen Lernen und die Kommunen brauchen jetzt Planungssicherheit, um die Mittel noch dieses Jahr zu verausgaben. Dabei sollten die bereits vorhanden Budgets unbürokratisch aufgestockt werden“, fordert Berghahn. „Unabhängig davon gilt für uns: Digitale Endgeräte gehören zu den Lernmitteln des 21. Jahrhunderts. Deshalb sollten sie auch in den Bereich der Lernmittelfreiheit fallen“, stellt Berghahn fest.

 

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